Straßenkinder: Leben in ständiger Gefahr

 

Ausbeutung und Gewalt, Missbrauch und Mangelernährung, keine Fürsorge und keine Schulbildung: Straßenkinder sind schutzlos. Sie werden diskriminiert, gelten pauschal als kriminell. Die meisten Kinder, die auf der Straße leben, haben bereits eine Geschichte von Gewalt und Vernachlässigung hinter sich. Die Kindernothilfe fördert Projekte, in denen Straßenkinder in ein geregeltes Leben zurückfinden. Darüber hinaus setzt sie sich durch politische Lobbyarbeit in Deutschland für die Verwirklichung der Kinderrechte weltweit ein.

Der Begriff Straßenkinder beschreibt drei verschiedene Gruppen von Mädchen und Jungen:

 

  • Kinder, die sich tagsüber auf der Straße aufhalten, aber noch bei ihren Familien leben.

  • Kinder, die sich während der Woche auf der Straße aufhalten, und nur an den Wochenenden zu ihren Familien zurückkehren.

  • Kinder, die keinen Kontakt zu ihren Familien haben. Sie leben förmlich auf der Straße.

 

Es handelt sich also um einen Sammelbegriff für junge Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen. Zudem ist der Begriff auch unter Fachleuten umstritten, da er negativ besetzt ist – nicht selten werden Straßenkindern Eigenschaften wie „kriminell“, „unerzogen“ und „verwahrlost“ zugeschrieben, die auf die tatsächlich beschriebene Personengruppe nicht pauschal zutreffen.

 

Schätzungen zur Anzahl von Straßenkindern in verschiedenen Ländern sind nur schwer möglich. Die Vereinten Nationen gehen aber davon aus, dass etwa 100 Millionen Kinder und Jugendliche weltweit einer der drei oben benannten Gruppen angehören. Zudem wird angenommen, dass die Zahl der Straßenkinder mit dem Wachstum der Weltbevölkerung weiter ansteigt. Auch wenn es Straßenkinder in jeder großen Stadt beispielsweise in Lateinamerika gibt, lebt ein großer Teil in Entwicklungsländern, in denen es kaum staatliche Initiativen zur Verbesserung ihrer Lebenssituation gibt.

 

 

Kidhelp Stiftung e.V. 

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